Die Betriebshaftpflichtversicherung – ein weiterer Baustein für Transportunternehmen

Die Betriebshaftpflicht ist ein weiterer Baustein für ein Logistikunternehmen und ist ähnlich wie die Haftpflichtversicherung im privaten Bereich aufgestellt. Sie versichert Unternehmen und die Schäden, die durch Personal verursacht werden. So sind beispielsweise auch Umweltschäden, die durch Ihre betriebliche Tätigkeit passieren, in den meisten Fällen mit abgesichert. Dies kann gerade in der Logistikbranche schnell passieren.

Was kostet eine BHV?

Die Kosten einer BHV sind von einigen Faktoren abhängig und müssen wie folgt untergliedert werden. Zum einen ist die Deckungssumme entscheidend, heißt in welchem Umfang soll die Versicherung für mögliche Schäden aufkommen und wie hoch ist die Selbstbeteiligung, für die Sie im Fall der Fälle selbst aufkommen. Hier sollte man beachten, was das Unternehmen bei einem Schaden wirklich finanziell tragen kann. Schlussendlich tragen also auch Unternehmenskennzahlen, wie die Betriebsgröße oder auch die Art der Tätigkeit, in dem Ihr Unternehmen ansässig ist, dazu bei, wie teuer Ihre Prämie Ihre Betriebshaftpflichtversicherung wird.

Deshalb wird grundsätzlich dazu geraten, sich einen Überblick über die Risiken zu machen und sich fachkundig und individuell beraten zu lassen.

Leistungen einer Betriebs Haftpflicht

Grundsätzlich ist eine BHV dazu verpflichtet, Leistungen und Risiken rund um ein Unternehmen abzudecken. Sie übernimmt daher diverse Schadensansprüche, unabhängig, ob diese in der Betriebsstätte oder auf öffentlichem Raum geschehen. Die Deckungssummen der Versicherungen sind aber von Anbieter zu Anbieter verschieden und sollten daher vorab gründlich geprüft werden. Grundsätzlich deckt die BHV das betriebliche Haftpflichtrisiko ab!

Leistungen wie Personenschäden mit den verbunden Folgekosten, wie Krankenhaus- oder Rehakosten , Sachschäden oder auch in Folge tretenden Vermögensschäden sind im Deckungsumfang immer enthalten. Selbst wenn also Ihre Existenz nicht gleich bedroht ist durch den Schaden, können Schadensansprüche ins Geld gehen. Hier schützt Sie Ihre Betriebshaftpflicht, indem sie alle berechtigten Schadensansprüche übernimmt und Sie Ihren Betrieb professionell fortführen können.

Viele Versicherungsnehmer möchten aber bei der BHV optimal abgesichert sein im Schadensfall und nehmen daher gerne die Zusatzleistungen in Anspruch. Diese sind oftmals bereits in den Angeboten der Gesellschaften inkludiert, können aber auch gerne bei Bedarf herausgenommen oder erweitert werden. Dazu gehören  unter anderem Leistungen wie Schutz vor Schadensansprüchen, denn nicht immer sind die Ansprüche Dritter legitim. Hier prüft Ihre Betriebshaftpflicht alle Forderungen gegen sie uns wehrt diese gegeben falls ab. Auch fremde Mitarbeiter, wie Subunternehmer, sind bei einigen Gesellschaften mit abgesichert. Ebenfalls sind in einigen Tarifen auch private Haftpflichtversicherungen bereits in der Prämie enthalten.

Fazit

Eine BHV ist für die meisten Betriebe freiwillig, kann sich aber, wie man sieht, durchaus lohnen. Entscheidet man sich für diese Versicherung, kann man im selbst verursachten Schadensfall bei Dritten von einigen Vorteilen profitieren – So ist im Schadensfall der Schutz vor einem Ruin gewährleistet und man kann seiner Tätigkeit weiter nachkommen. Ein weiterer Pluspunkt ist zudem, dass mittlerweile viele Versicherungsgesellschaften Kombipakete anbieten und somit eventuelle  kostspielige Zusatzversicherungen bereits mitversichert sind und somit einiges an Kosten spart. Auch eine jährliche Zahlweise oder eine längere Vertragsdauer werden oftmals mit einem Rabatt bei den Versicherungsgesellschaften belohnt.

Die Betriebshaftpflicht gehört daher zu eine der wichtigsten Absicherungen  für ein Unternehmen und sehr empfehlenswert!

Was ist eine LKW-Versicherung, und warum wird sie gebraucht?

Die LKW Versicherung ist von der Idee her eine ganz normale Kfz-Versicherung, nur dass es bei dieser Versicherung eine Reihe von Details gibt. Sie passt sich den Bedürfnissen an, die die Führung eines LKWs mit sich bringen. Dadurch wird sie zu einem optimalen Schutz für das Fahrzeug, sowie den Fahrer. In Deutschland ist die LKW Versicherung gesetzlich vorgeschrieben und muss abgeschlossen werden, bevor das Fahrzeug regelmäßig in Betrieb genommen wird.

Was leistet eine LKW-Versicherung?

Die Versicherung für den Lastkraftwagen ist ähnlich aufgebaut, wie die klassische Kfz-Versicherung. Es gibt verschiedene Bestandteile:

  • Teilkasko: Sie umfasst alle Schäden, die durch Hagel, Sturm, Zusammenprall mit Tieren, usw. entstehen. Es gibt hier in der Regel einen Selbstbehalt.
  • Vollkasko: Zusätzliche Schäden, beispielsweise durch den Besitzer, werden übernommen. Auch hier kann eine Selbstbeteiligung gewählt werden.
  • Haftpflichtversicherung: Die Versicherung haftet für Schäden, die an dritten Personen, beteiligten Personen oder aber an Sachen durch einen Unfall oder ein Fehlverhalten (in engen Grenzen) des Fahrers entstehen.

Nicht versichert sind Schäden, die vorsätzlich oder durch grobe Unachtsamkeit durch den Besitzer oder den angestellten Fahrer verursacht wurden. Auch die Ladung ist bei der LKW-Versicherung nicht im Versicherungsumfang enthalten. Wenn der Lastkraftwagen mit Anhänger genutzt werden soll, so muss dieses Risiko in der Regel zusätzlich abgesichert werden. Ansonsten greift die Versicherung lediglich für das Hauptfahrzeug. Mit einem Versicherungsvergleich haben Unternehmer die Möglichkeit, die Kosten für eine LKW-Versicherung effektiv zu vergleichen und so zu optimieren.

Warum muss eine LKW-Versicherung abgeschlossen werden?

Der Gesetzgeber sieht vor, dass Fahrzeuge auf den Straßen der Bundesrepublik vor Schäden geschützt werden müssen. Ebenso müssen die anderen Verkehrsteilnehmer geschützt sein. Der Abschluss einer LKW-Versicherung ist deswegen zwingend vorgeschrieben. Gerade im gewerblichen Bereich ist der Versicherungsabschluss, mit vorigem Versicherungsvergleich, zudem auch wirtschaftlich sinnvoll. Denn wenn einmal ein Unfall geschieht, sind gerade bei LKWs die Kosten, welche hieraus entstehen können in der Regel sehr hoch. Das liegt alleine an der Größe der Fahrzeuge, sowie dem damit einhergehenden Schadenspotential. Statistische Werte zeigen, dass die Kosten für einen Schaden mit Beteiligung eines LKWs in der Regel weitaus höher sind, als die Kosten für einen Unfall mit ausschließlicher Beteiligung von PKWs oder Fahrrädern. Im Besonderen die integrierte Haftpflichtversicherung ist ein wichtiger Schutz und für Unternehmer unverzichtbar. Denn egal, ob es ein Schaden an Sachen, oder an Personen ist: Die Kosten hierfür können sehr schnell sehr hoch werden. Um sich vor den berechtigten Schadensersatzforderungen schützen zu können, ist die LKW Versicherung eine effektive und unverzichtbare Lösung. Übrigens: Die Strafen für die Führung eines LKWs, auch im Auftrag oder für den Auftraggeber, sind immens und stehen in keinem Verhältnis zu dem Nutzen und die Sicherheit, die man durch den Abschluss einer LKW-Versicherung erhält.

Worauf ist beim Abschluss einer LKW-Versicherung zu achten?

Natürlich spielen auch bei einer LKW-Versicherung die Kosten eine Rolle. Grundsätzlich gilt, dass man das Fahrzeug so umfassend wie möglich absichern sollte. Denn nur mit einem umfassenden Versicherungsschutz erreicht man die höchstmögliche Sicherheit. Aus diesem Grund ist es beispielsweise auch sinnvoll auch Optionen in die Versicherung einzuschließen, die üblicherweise nicht genutzt werden. Ein Beispiel ist hier der Lastkraftwagen mit Anhänger. Auch wenn der Anhänger in der Regel nicht genutzt wird, so sollte er dennoch in der Versicherung inbegriffen sein. So ist man im Fall der Fälle abgesichert und kann sich auf den Schutz durch die Police verlassen. Auch bei zusätzlichen Optionen sollte man auf keinen Fall nur auf das Geld achten. Der Unfallschutz, aber auch zusätzliche Leistungen in der Haftpflichtversicherung sind in der Regel eine gute Entscheidung. Auch wenn natürlich zu hoffen bleibt, dass der Versicherungsfall nie eintritt. Ein großer Vorteil dabei ist, dass die Kosten für die Versicherung bei gewerblicher Nutzung als Betriebskosten vom Gewinn abgezogen werden dürfen. Dadurch wirken sie steuermindernd und belasten das Unternehmen nicht über Gebühr. Ausländische Versicherungen sind in der Regel dann interessant, wenn die Flotte über einen längeren Zeitraum hinweg im Ausland unterwegs sein wird. Für den rein innerdeutschen Verkehr spielen sie in der Regel keine Rolle und sind aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht die beste Lösung.

Welche Faktoren spielen bei den Kosten für eine LKW-Versicherung eine Rolle?

Wer sich mit den Versicherungen für PKWs auskennt, dem wird schnell eine gewisse Ähnlichkeit bei der Berechnung der Kosten auffallen. Es gibt einen Teil, der kann durch den Versicherungsnehmer nur indirekt beeinflusst werden, sowie einen Teil, der direkt beeinflusst werden kann. Der indirekte Teil bezieht sich auf den Rabatt der jeweiligen Schadensfreiheitsklasse, welcher man zugeordnet wird. Der Rabatt errechnet sich aus den Kosten der vergangenen Jahre, welche durch die Beanspruchung von Leistungen aller Versicherungsnehmer entstanden sind. Wer über lange Jahre hinweg unfallfrei fährt, der tut also nicht nur selbst etwas Gutes. Die Schadensfreiheitsklasse steigt, wenn man selber oder der Fahrer unfallfrei fahren und keine Leistungen beansprucht werden. Weitere Faktoren sind unter anderem das Gesamtgewicht des LKWs, auch mit Anhänger, der Zulassungsbezirk, die Bauart des LKWs und letztlich natürlich der gewünschte Versicherungsumfang. Gerade Unternehmen profitieren hier bei vielen Anbietern von Möglichkeiten zur Individualisierung, die die Versicherungsunternehmen ihren Großkunden anbieten können. Der effektivste Weg um die Kosten langfristig zu senken ist folglich die Vermeidung von Unfällen, sowie eine sinnvolle Wahl des gewünschten Modells. Der Zulassungsbezirk spielt erfahrungsgemäß nur eine geringe Rolle und ist letztlich für die Kostenentwicklung nicht sonderlich relevant.

Die Leistung des Motor, der in dem LKW verbaut ist, kann allerdings für die Versicherungsprämie sein und sollte somit immer angegeben werden.

Automatisch bezahlende LKW durch Shell und Mercedes-Benz Trucks erprobt.

Erhöhter Komfort für die Flottenmanager und Fahrer durch eine automatische digitale Bezahllösung. Hierdurch kann der Verwaltungsaufwand für die Transportunternehmen reduziert werden und zudem der Kraftstoffbetrug effektiv bekämpft werden. Weitere große Vorteile, des automatischen Bezahlvorgangs ergaben sich aus dem gemeinsamen Test von Shell und Mercedes-Benz Trucks. Zum einen soll die Technologie die Fahrer der LKW entlasten, zum anderen effizientere und sichere gestaltete Arbeitsabläufe ermöglichen.

Wie funktioniert das automatische Bezahlen der LKW?

Ermöglicht wird dies durch eine neu entwickelte Truck-ID und einem dazugehörigen Truck-Wallet. Es erfolgt eine Autorisierung durch die Truck-ID gegenüber einer anderen Maschine, womit Vorgänge signiert werden können. Die ID kann hier von der Wallet für unterschiedliche Anwendungen verwendet werden. Beide Software-Programme sind verschlüsselt in einem kryptographischen Prozessor hinterlegt, welcher Teil des zentralen Telematik-Steuergerätes im neuen Mercedes-Benz Actros ist.

Die Entwicklung der selbständigen Interaktion zwischen LKW und anderen Maschinen bezeichnete Dr. Helge Königs, Projektleiter Truck Wallet bei Daimler Trucks als “technologischen Meilenstein”. Das Ziel der Forschung ist es, zukünftig die LKW´s in einem vielfältigen Einsatzgebiet als automatisierte Maschine fungieren zu lassen. Der große Vorteil hierbei ergibt sich aus einer reduzierten Verwaltungstätigkeit von Transportunternehmen, sowie sichereren Arbeitsprozessen. Das Kopieren von Tankkarten, sowie das Ausspähen von PIN-Nummern ist hiermit praktisch unmöglich. Damit wird ein Grundstein für die weitere Entwicklungsrichtung der automatisierten LKW´s gelegt.

Der Fahrer des LKW kann sich beim Transport voll und ganz auf die wesentlichen Aspekte seiner Tätigkeit konzentrieren. Jede Transaktion enthält eine eindeutige Zuschreibung zu dem verwendenden LKW, zudem werden GPS Daten der LKW´s für jede Transaktion hinterlegt, sodass Spediteure und Geschäftspartner genau nachvollziehen können, an welchem Ort eine Transaktion tatsächlich stattgefunden hat.

Die Generierung der Truck-ID erfolgt durch ein asymmetrisches kryptographisches Verfahren, woraus sich ergibt, dass ein geheimer Bestandteil der Truck-ID weder Daimler Trucks und Truck Data Center, noch Zulieferern oder Spediteuren bekannt ist.

Denkbare weitere Vorteile

Es könnte zu einer Vereinfachung der Abwicklung von der LKW-Maut kommen. Die automatische Mautabwicklung minimiert die Fehler, welche bei der manuellen Eingabe von Daten entstehen können. Der Vorteil liegt hier in der Zeit- und Geldersparnis.

Weiter könnten Frachtprozesse automatisch über den LKW abgewickelt werden. Die Signatur der Frachtpapiere erfolgt automatisch durch das System und erhält vom Zielsystem die Bestätigung des Wareneingangs.

Teilweise kann die Steuerung und Abrechnung in Subunternehmen durch die Truck-ID und des Truck Wallet übernommen werden, welche mittels einer Smartphone-App gesteuert werden kann.

Es könnte sich ebenfalls auf den Prozess des Fahrzeugleasings, sowie kurzfristige Nutzungsverträge direkt über das LKW-System abwickeln lassen. Der LKW würde eigenständig entscheiden, ob die nötigen Voraussetzungen des Fahrzeugs für den Einsatz gegeben sind

Die HS-Boxen – hochwertige Ladegutsicherungssysteme mit allerlei Extras

Die Straßenverkehrsordnung und auch schlicht und einfach die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer schreibt vor, Ladung jeglicher Art auf LKW und Transportern gut zu sichern. Für bewegliche Güter, die auf einer Transporterpritsche transportiert werden sollen, gibt es dafür eine qualitativ hochwertige und verlässliche Lösung: die Ladegutsicherungsysteme HS-Box Premium und HS-Box Basic des Herstellers HS-Schoch! Diese speziellen Transport-Boxen sorgen dafür, dass Werkzeuge und Arbeitsmaterialien während der Fahrt an ihrem Platz bleiben, bringt aber auch noch weitere angenehme Nebeneffekte mit sich. So kann die Kiste vor Ort auf der Baustelle gleichzeitig als Lagerplatz und als übersichtlicher, aufgeräumter Werkzeugkasten verwendet werden und sorgt durch seine Schutzwirkung vor Diebstahl und externen Witterungseinflüssen dafür, dass die Werkzeuge beständig über einen langen Zeitraum verwendet werden können, ohne Qualitätseinbußen in Kauf nehmen zu müssen.

Zu überzeugen weiß die HS-Box Premium mit ihrer sauberen, langlebigen Verarbeitung. Bei der Herstellung werden nur die hochwertigsten zertifizierten Materialen verwendet, die mit Präzisionsmaschinen in ihre endgültige Form gebracht und verarbeitet werden. Die Außenhaut aus 1,25 mm dickem verzinktem Stahlblech profitiert am Ende des Formungsvorgangs von einer Oberflächenversiegelung mit KTL und einer Pulverbeschichtung der Außenseite – Korrosion wird so weitestgehend vermieden oder zumindest abgemindert. Eine lange Nutzbarkeit des Produkts ist die Folge. Es bieten sich auch Möglichkeiten der Personalisierung: Die Farbe der Außen-Pulverbeschichtung kann frei und individuell bestimmt werden. So ist es möglich, das neue Ladegutsicherungssystem an den Farbton des Firmenfahrzeugs oder gar die “Hausfarbe” des entsendenden Unternehmens anzupassen. So wird die Kiste ein attraktiver Eyecatcher, der durch seine Farbgebung gleichzeitig Werbung für das Unternehmen machen und Kunden durch sein Design begeistern kann.

Das Premium-Modell hat ein Gewicht von 75 kg und die Maße 1840 x 735 x 740 mm. Der Grundaufbau der Box ist generell immer gleich und besteht nur aus dem äußeren Korpus. Bei der Organisation des Innenlebens ist wiederum ein großer Spielraum für individuelle Anpassungen vorhanden. Je nach Einsatzprofil und Natur der Werkzeuge, die aufbewahrt werden sollen, kann der innere Aufbau mit verschiedenen Einsätzen, Trennwänden und abgetrennten Behältern und Abteilungen nach den persönlichen Wünschen aufgebaut werden. Auch Sonderlösungen sind auf Anfrage natürlich gerne jederzeit möglich.

Besonders griffig wird das Werkzeug-Handling durch die Anti-Rutsch-Matten, mit der alle Böden und Einleger ausgekleidet sind. Das verhindert ein Verrutschen von Materialien, die abgelegt werden. Ein weiterer Vorteil ist die zusätzliche Zugriffsmöglichkeit an der Seite der Box, die ein Öffnen der Box von der Straße aus erlauben – so ist es nicht unbedingt nötig, zuerst auf die Ladefläche zu steigen. Einzige Voraussetzung ist bei dieser einfachen Form des Schnellzugriffs, dass die Ladebordwände heruntergeklappt werden. Aber auch von der Pritsche aus ist ein Öffnen kein Problem, wenn das in einigen Einsatzfällen gewünscht und nötig ist: Dazu muss lediglich der Deckel auf der Oberseite der Kiste nach oben geklappt werden, dann ist der Zugriff auf alle Werkzeuge und sonstige Inhalte möglich. Aus Sicherheitsgründen ist dieser mit zwei Vector T-Griff-Verschlüssen bestückt – für eine zusätzliche Sicherung vor Diebstahl oder fremdem Zugriff ist aber auch die Nachrüstung von Schließzylindern technisch machbar und durchaus sinnvoll. An weiterer Zusatzkonfiguration ist es außerdem möglich, die Kiste vom Werk aus mit einem passenden Transportrahmen zu bestellen und auszustatten.

Neben der Premium-Variante bietet HS-Schoch auch noch die HS-Box Basic an. Diese wird als Bausatz geliefert, der sich aus sechs präzise gefertigten, passgenauen Einzelteilen zusammensetzt. Der Aufbau ist nicht kompliziert und verlangt weder große technische Expertise, noch ausgefallene Werkzeuge: Lediglich eine normale, handelsübliche Nietzange wird benötigt. Im Vergleich zum Premium-Modell ist diese Box etwas kleiner und verfügt über die Maße 1840 x 715/635 x 730 mm. In der Konsequenz ist sie auch leichter und bringt im Gegensatz zu den 75 kg der “großen Schwester” nur 57 kg auf die Waage. In der Verarbeitungsqualität steht sie ihr aber in keinem Punkt nach – auch das kleinere Modell kann voll und ganz mit seiner Qualität überzeugen. Das wird durch eine 1 mm dicke Außenschicht aus verzinktem Blech und einer Befestigung am Kastenkörper mit vier stabilen Scharnieren sichergestellt. Zusätzliche Sicherheit geben die drei Schnappverschlüsse an der Kastenfront, die sich bei Bedarf mit Vorhängeschlössern sperren lassen. Die Schlösser sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen separat erworben werden. Um beim Ein- und Ausladen der Werkzeuge den Deckel nicht permanent aufhalten zu müssen, kann die geöffnete Luke links und rechts durch einen Feststell-Mechanismus offen gehalten werden, damit für die erforderlichen Arbeiten beide Hände zur Verfügung stehen. Das Feature der Premium-Variante, das einen Zugriff auf den Inhalt vom Boden aus erlaubt, ist separat als Sonderzubehör erhältlich: Die Seitentüren geben den Nutzern die Möglichkeit, zum Beispiel auch von der Straße aus die Box zu öffnen. Diese können abgeschlossen werden und verhindern so, trotz der komfortablen Bedienung durch den rechtmäßigen Besitzer, auch unbefugte Öffnungen. Nur die Ladebordwände müssen abgeklappt werden, dann kann die Box problemlos vom Boden aus bedient werden. Um den Transport des Systems von der Ladefläche auf den Boden zu vereinfachen, werden besondere Füße angeboten, die das Handling der Kiste mit einem Gabelstapler vereinfachen.

Das dritte Modell im Bunde ist die HS-Box light. Durch ihre 2 mm starke Hülle aus Aluminium-Riffelhülle schafft sie es, ihr Eigengewicht dramatisch auf nur 35 kg zu senken. Damit ist sie ein einfach transportierbarer, handlicher Begleiter, der es mit seinen stattlichen Maßen von 1840 x 715/630 x 730 mm trotzdem schafft, alles nötige Material für die Baustelle in sich aufzunehmen. Auch hier wird das Befüllen und Entnehmen von benötigten Werkzeugen oder Kanistern etc. durch Deckelfeststeller vereinfacht und auch die abschließbaren Schnappverschlüsse der Basic-Variante finden sich hier wieder. Auch beim Sonderzubehör gibt es Parallelen: Die HS-Box light ist mit den gleichen Erweiterungen kompatibel, die auch für die Basic-Box angeboten werden. Es ist also kein Problem, seitliche Türen für den Zugriff vom Boden aus nachzurüsten oder Füße für den Transport mit dem Gabelstapler oder Radlader zu montieren.

Brennstoffzellen-LKW

Gebrüder Weiss testet Brennstoffzellen-Lkw

Der Schweizer Logistiker Gebrüder Weiss mit Hauptsitz in CH-9423 Altenrhein testet seit Januar 2021 einen Brennstoffzellen-Lkw des südkoreanischen Automobilherstellers Hyundai: den XCient Fuel Cell. Die Gebrüder Weiss AG ist ein sehr altes Schweizer Unternehmen mit einer Geschichte von über einem halben Jahrtausend. Es ist heute weltweit tätig und lässt eigene Experten kunden- und branchenspezifische Transport- und Logistiklösungen entwickeln.

Der Hyundai XCient Fuel Cell bei der Gebrüder Weiss AG

Am 25.01.2021 nahm die Gebrüder Weiss AG den Wasserstoff-Lkw Hyundai XCient Fuel Cell in ihren Fuhrpark auf. Seither fährt er Schweizer Kunden an und dürfte spätestens im Frühjahr auch in Süddeutschland und Österreich zum Einsatz kommen. Die Schweiz ist ein Testgebiet für das innovative Fahrzeug des südkoreanischen Herstellers, schon seit Ende 2020 sind hier diese Wasserstoff-Lkws unterwegs.

Sparsamer Betrieb mit der Brennstoffzelle

Der Hyundai XCient Fuel Cell kann 25 Tonnen Ware transportieren und kommt mit einer Wasserstofftankfüllung rund 600 Kilometer weit. Er ist extrem umweltfreundlich: Das Unternehmen Gebrüder Weiss hat errechnet, dass allein ein Lkw jährlich etwa 80 Tonnen CO₂ einspart. Allerdings entsteht diese Umweltfreundlichkeit nur, wenn für die energieintensive Herstellung des benötigten Wasserstoffs Strom aus regenerativen Quellen zum Einsatz kommt. Die Gebrüder Weiss AG geht konsequent so vor und beliefert mit dem Hyundai XCient Fuel Cell passenderweise einen speziellen Kunden, der im Bereich der erneuerbaren Energien tätig ist. Der Gebrüder Weiss AG geht es um das Sammeln von Erfahrungen mit der innovativen Technologie, um einen deutlich breiteren Praxiseinsatz vorzubereiten, so der Chef der Geschäftsleistung Wolfram Senger-Weiss. Das sieht auch der Hersteller Hyundai so. Er baut seinen Einsatz von Brennstoffzellen-Lkws sukzessive in der Schweiz aus. Bis Ende 2021 sollen 2.000 Fahrzeuge ausgeliefert werden, von denen sehr viele durch Schweizer Unternehmen gefahren werden dürften. Die Schweiz eignet sich als Testgebiet deshalb so gut, weil hier sehr vergleichsweise viele Wasserkraftwerken grünen Strom liefern, sodass die Umweltbilanz beim Betrieb von Brennstoffzellenfahrzeugen stimmt. Der Test von Hyundai beinhaltet einerseits den praktischen Einsatz der Prototypen und andererseits den Aufbau eines Wasserstofftankstellennetzes in der Schweiz und in anderen Testgebieten. Die Infrastruktur gibt mit Stand Februar 2021 her, dass die Gebrüder Weiss AG mit dem Hyundai XCient Fuel Cell schon die komplette Ostschweiz anfahren kann. Um Süddeutschland und Österreich logistisch mit dem modernen Fahrzeug versorgen zu können, müsste das Tankstellennetz noch etwas ausgebaut werden.

Umweltfreundliche Innovation von Hyundai

Hyundai konnte mit dem XCient Fuel Cell das weltweit erste in Serie produzierte schwere Brennstoffzellennutzfahrzeug auf die Straße bringen. Diese Lkws erwirtschaften für Logistiker, die sie einsetzen, seit September 2020 Gewinne. Damit tritt der Hersteller zusammen mit seinen Partnern aus der Wirtschaft den Beweis an, dass sich Umweltengagement auch praktisch rechnet. Die Entwicklung der schweren Laster geht weiter: Demnächst will Hyundai ein Zugfahrzeug mit 1.000 km Reichweite pro Tankfüllung anbieten. Der Hyundai Xcient Fuel Cell hat den Status eines Testfahrzeugs überwunden, er kommt real zum Einsatz. Experten gilt das als Meilenstein der Brennstoffzellentechnologie. Schon länger wurde vermutet, dass sich diese zuerst bei schweren Lkws durchsetzen könnte, weil sie sich dort am schnellsten rechnet. Das nächste Ziel von Hyundai besteht darin, ein vollständiges Ökosystem auf Wasserstoffbasis zu schaffen. Das wäre ein Paradigmenwechsel in der Logistikbranche, die bislang durch ihre Diesel-Lkws als einer der größten Umweltsünder im Straßenverkehr galt. Der Hyundai Xcient Fuel Cell ist mit einem 190-kW-Antriebssystem ausgestattet, das aus zwei 95-kW-Brennstoffzelleneinheiten besteht. Seine sieben Tanks fassen zusammen 32,09 kg Wasserstoff. Sie lassen sich in maximal 20 Minuten volltanken. Das duale Brennstoffzellensystem ist für die Steigungen und Gefälle der Schweizer Topografie gerüstet, es leistet ebenso viel wie konventionelle Dieselmotoren. Wenn sich der Testlauf in der Schweiz bewährt, will Hyundai seine Brennstoffzellen-Lkws weltweit anbieten.