LKWs: Einhaltung von Lenkzeiten und Ruhezeiten durch digitale Fahrtenschreiber

Wer als LKW-Fahrer auf Deutschlands Straßen unterwegs ist, hat einen anstrengenden Beruf. Denn der Transport von Waren bedeutet wesentlich mehr, als den ganzen Tag bequem hinter dem Lenkrad zu sitzen. Jede Sekunde wird hohe Konzentration verlangt. Das ist gerade nach Stunden eintöniger Fahrt über die Autobahn eine echte Herausforderung.
Um die Sicherheit von LKW-Fahrern zu erhöhen, schreibt der Gesetzgeber daher Fahrt- und Ruhezeiten für Fahrer von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t im gewerblichen Güter- oder Personenverkehr vor. In Deutschland gelten die Lenk- und Ruhezeiten bereits für Fahrzeuge ab 2,8 t (vgl. Fahrpersonalverordnung).

Lenk- und Ruhezeiten – Die wichtigsten Regeln:

  • Die Tageslenkzeit beträgt max. 9 Stunden, zweimal pro Woche darf sie auf 10 Stunden verlängert werden.
  • Ohne Fahrtunterbrechung darf die Lenkzeit 4,5 Stunden nicht überschreiten. Danach muss der Fahrer eine Pause von mindestens 45 Minuten einlegen.
  • Die Wochenlenkzeit beträgt max. 56 Stunden und max. 90 Stunden in 2 aufeinanderfolgenden Wochen.
  • Die regelmäßige tägliche Ruhezeit beträgt mindestens 11 Stunden.

Mit „intelligenten“ Fahrtenschreibern sollen die vorgeschriebenen Fahrt- und Ruhezeiten besser durchgesetzt werden. Im Mai 2013 hat der Ministerrat in Brüssel entschieden, die Regelungen zum digitalen Fahrtenschreiber zu ändern. Anfang 2014 wurden diese Neuerung vom Europäischen Parlament angenommen.

Neue Funktionen für Tachografen
Nach den neuen Regeln sollen neue Fahrzeuge über 2,8 Tonnen innerhalb von drei Jahren mit intelligenten Fahrtenschreibern ausgestattet werden. Nach 15 Jahren müssen alle gewerblich genutzten Fahrzeuge über die neuen Fahrtenschreiber verfügen und spätestens 2019 müssen alle neu installierten Tachografen über die in der Verordnung festgelegten Funktionen verfügen. Dazu gehört beispielsweise die Früherkennung von Manipulationen oder Missbrauch.

Die neuen Regeln helfen, Unfälle durch Übermüdung zu vermeiden. Aber natürlich kann auch gut ausgeschlafenen Fahrern etwas passieren. Hat man die vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten eingehalten, werden eventuelle Schäden in der Regel von der LKW-Versicherung übernommen. Ein stimmiges Versicherungskonzept erhalten LKW-Fahrer von der FVO Versicherungsmakler GmbH & Co KG – erreichbar unter www.versicherung-lkw.de. Durch speziell ausgehandelte Rahmenverträge erhalten Kunden Sonderkonditionen und erzielen somit optimale Lösungen aus Preis und Leistung.