Wissenswertes über Elektrotransporter

Das Thema Fahrverbote schwebt insbesondere über Berufsfahrer wie ein Damoklesschwert. Aus einigen deutsche Städten sind Diesel-Fahrzeuge bereits verbannt. Zwar werden für Handwerker, die auf kompakte und leistungsstarke Lieferwagen und Transporter angewiesen sind, häufig (noch) Ausnahmen erteilt. Doch für wie lange? Weitere Städte und Maßnahmen zur Luftreinhaltung werden künftig wohl folgen. Eine mögliche Alternative ist der Umstieg auf einen Elektrotransporter.

Leise und saubere Lieferwagen: die eTransporter

Bei den Kosten auf den Gesamtlebenszyklus gerechnet waren kleinere Elektro-Transporter bis 7,5 Tonnen einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem Jahr 2017 zufolge genauso attraktiv wie Dieselmodelle. Sowohl auf Kurzstecken sowie im Stadt- und Nahverkehr. Elektrofahrzeuge drängen Dank grünem Image und staatlicher Förderung mehr und mehr auf den Markt. Darunter auch immer mehr elektrische Fahrzeugmodelle, die sich für Handwerker, Kurier- und Paketdienstleister eignen.

Liegt die Fahrleistung bei rund 200 Kilometer pro Tag sind Elektrotransporter am effektivsten sind eingesetzt und wie gemacht für den Wachstumsmarkt der Lieferdienste. Betriebe wie Energieversorger, Handwerker und Paketzusteller legen täglich 70 bis 100 Kilometer zurück. Die meisten Elektro-Lieferwagen verfügen mittlerweile über eine Reichweite von 100 bis 150 Kilometern. Durch größere Batteriekapazitäten sind inzwischen auch schon reale Reichweiten von mehr als 300 km möglich. Somit reicht das Laden über Nacht am Betriebsparkplatz im Normalfall aus.

 

Elektroautos im Betrieb: Das sind die Vorteile

Für die allermeisten gewerblichen Fahrten – außer echte Langstrecke – sind Elektrotransporter absolut geeignet. Und bieten dazu etliche Pluspunkte:

  • Kostensparend: Je kürzer die Fahrstrecke, desto geringer die Stromkosten. Unter günstigen Umständen können die Spritkosten halbiert werden, den E-Transporter profitieren vom günstigen Strompreis für Gewerbekunden. Bei 100.000 Fahrkilometern im Jahr können rund 4.000 Euro im Jahr eingespart werden. Plus: leichter Elektromotor = geringeres Fahrzeuggewicht = weniger Verbrauch
  • Steuerbefreit: Wer bis spätestens 31. Dezember 2025 ein E-Fahrzeug neu zulässt, zahlt ab dem Tag der Erstzulassung zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer.
  • Staatlich gefördert: Egal ob Pkw, Kombi, Kastenwagen oder Kleintransporter, der Bund stellt eine Förderung für Elektroautos zur Verfügung.
  • Vorteilhaft: Viele Versicherungsunternehmen haben inzwischen günstige Kfz-Versicherungstarife mit attraktiven Öko-Boni für Elektroautos im Angebot. Bei mehreren Fahrzeugen wird es durch eine maßgeschneiderte Fuhrpark- oder Flottenversicherung sogar noch günstiger.
  • Wenig wartungsintensiv: weil Elektromotoren weder Motoröl- und Filterwechsel, Kupplung oder Auspuff benötigen.
  • Vorausschauend: In immer mehr Ballungsräumen werden Umweltzonen errichtet. Von Fahrverboten seitens der Kommunen bei dauerhaft hoher Feinstaubbelastung sind Elektroautos und Plug-in-Hybride kaum betroffen.
  • Sauber & innovativ: Elektroautos fahren gänzlich ohne CO2-Emissionen und fördern das Unternehmensimage. Es ist innovativ, modern und umweltbewusst, auf E-Mobilität zu setzen.

 

Elektroautos im Gewerbe: Die besten Modelle

Bereits etliche Unternehmen setzen auf Elektroautos. Zum Beispiel liefern das niederländische Unternehmen Picnic und die bundesweite Kette Domino’s Pizza per E-Auto. Seit per der Deutschen Post im großen Stil Elektro-Lkw zum Einsatz kommen, ziehen etliche Logistik-Dienstleister und Paketzusteller nach. UPS rüstete gut 60 Dieselzustellfahrzeuge auf elektrischen Antrieb um. Für Hermes fährt der Mercedes eVito testweise in Stuttgart und Hamburg und der eCrafter von Volkswagen ist ebenfalls im Versuchsbetrieb bei einigen Paketdienstleistern, Energieversorger, Handwerksbetriebe und Einzelhändlern.

Alle großen Automobilhersteller und einige kleinere Produzenten bieten verschiedene Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb für Gewerbetreibende an.

 

Elektrische Kleintransporter und Lieferwägen 

  • Nissan bietet mit den Modellen E-NV200 und Evalia als Siebensitzer und kompakten Kastenwagen ideale Servicefahrzeuge für Transport und Handwerk. Verstärkte Batterie und Gleichstrom-Schnellladen inklusive. In derselben Liga: Der Berlingo Electric von Citroën.
  • Renault baut bereits seit zehn Jahren Elektro-Trucks und ging 2019 in Serienproduktion von elektrisch betriebenen Nutzfahrzeugen. Gleich mehre mehreren Kastenwagen-Versionen gibt es vom Kangoo. Innerstädtisch ist der Renault Twizy Cargo ein ideales Transportfahrzeug.
  • Volkswagen bietet seinen Crafter mit Elektromotor an. Für Kurierdienste bestens geeignet.
  • Ein ganz besonderes Modell ist der LEVC VN5 , der seinen Namen Umbenennung der London Taxi Company unter Geely verdankt. Der Hersteller der berühmten Black Cabs wurde in London Electric Vehicle Company, kurz LEVC umbenannt. Mit Beförderung kennt sich das Unternehmen also aus. London versucht nicht nur mit einer City-Maut, den Verkehr einzudämmen. Zusätzlich gibt es wie in Deutschland auch diverse Bestrebungen, ihn lokal emissionsfrei zu gestalten. Ein elektrischer Lieferwagen ist daher ganz im Sinne der Stadtverwaltung. Nach dem neuen Elektro-Taxi hat das Unternehmen jetzt einen Transporter vorgestellt. Er fährt gut 100 Kilometer elektrisch, bis ein Range Extender einspringt.

Wachstumsmarkt eMobilität
“Leichte Nutzfahrzeuge sind das einzige Segment, das in London wächst. Der Grund liegt in der steigenden Zahl der Internetbestellungen. Jeden Tag fahren Lieferfahrzeuge in London 65.000 Touren. Diese Mobilität muss nicht auf Kosten der Luftqualität gehen.” Jörg Hofmann, ehemaliger Audi-Manager und seit Anfang 2019 Vorstandsvorsitzender bei LEVC

Kastenwägen

  • Volkswagen hat außer dem eCaddy und eCrafter noch mehr zu bieten: den ABT e-Transporter 6.1 ein Elektro-Transporter für Gewerbekunden. Mit einer Nutzlast von bis zu 1,1 Tonnen und einem Laderaumvolumen von 6,7 mschafft er eine Reichweite von bis zu 400 km.
  • Von Fiat ist der Ducato electric bald erhältlichMit einer Reichweite von bis zu 360 km, einem Ladevolumen von 10-17 m3 und einer Nutzlast von bis zu 1.950 kg erreicht der Ducato electric Spitzenwerte. Flexible Aufladung und Reservemodus gibt es noch on top.
  • Der Mercedes e-Vito zeichnet sich durch 6,0 Kubikmeter Ladevolumen, 1.015 Kilogramm Zuladung und 150 Kilometer Reichweite aus. Zusätzlich kam der eSprinter in zwei Versionen auf den Markt. Entweder mit der Technik des eVito oder einer Traktionsbatterie. Die Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 168 km. Die Nutzlast des neuen Elektro-Transporters liegt bei 1.045 Kilogramm.
  • Renault bietet seinen Kastenwagen Master Z.E. in drei verschiedenen Längen und zwei Höhen an. Die maximale Nutzlast liegt bei 1,1 Tonnen, die Reichweite bei 120 Kilometer.
  • Speziell für den gewerblichen und kommunalen Einsatz gibt es die Elektrofahrzeuge Alké ATX, die über ein Ausbau- und Ausstattungsprogramm mit vielen Varianten vom Kipper bis zum Foodtruck verfügen. Je nach Modell fährt der ATX bis zu 1.630 Kilogramm Nutzlast im 1,5-Kubikmeter-Laderaum bis zu 150 Kilometer weit und besitzt eine Zugkraft bis zu drei Tonnen.
  • Der Iveco Daily Electric ist das größte E-Gefährt in der Transporterklasse. Er wird als Kastenwagen, Fahrgestell und Minibus mit unterschiedlichen Radständen angebot, mit bis zu 17,0 Kubikmeter Ladevolumen und fast 2,7 Tonnen Nutzlast. Mit einer Akkuladung fährt der Transporter rund 130 Kilometer weit.

Weitere Förderungen für Elektrotransporter 

Neben der Inanspruchnahme der Fahrzeugförderungen der durch den Staat, sollten Sie vor allem auch Ihren lokalen Stromanbieter fragen. Denn für Gewerbetreibende gibt es besonders günstige Konditionen für Strom.

Darüber hinaus unterstützt der Staat zusätzlich den Ausbau der Ladeinfrastrukur, in dem er Investitionskosten fördert. Ein Grund, weshalb die Hälfte der Förderanträge von Unternehmen stammt, die eine eigene Ladesäule errichten möchten. Und damit nicht genug: Das Verkehrsministerium hat bis Ende 2020 den Aufbau von 15.000 öffentlichen Ladestationen vorgesehen und dafür mit 300 Millionen Euro bereit gestellt, wovon 200 Millionen auf Schnellladung ab 22 kW Ladeleistung entfallen sollen.

Darüber hinaus gibt es Landesförderungen. Beispiel Baden-Württemberg: Hier wurde eine Förderinitiative ins Leben gerufen, um speziell elektrische Nutzfahrzeuge zu fördern. Sie verspricht bis zu 100.000 Euro je E-LKW oder bis zu 50 Prozent der Umrüstkosten beziehungsweise der Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Antrieb. Je Bundesland gibt es weitere Förderprogramme.

 

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